Liebe liegt in der Luft

 

Die Störche Ove und Antje in ihrem Liebesnest.

Von Isabell Waschkies

Höxter(WB). Weißstorch-Männchen Ovo im Liebesglück: Vor wenigen Tagen hat er seine holde Dame wieder in die Flügel schließen können. Ihr Liebesnest haben sie sich auf dem stillgelegten Schornstein der Firma Maderas Holztechnik in Höxter-Ovenhausen eingerichtet.

»Anhand der Ziffern auf den Ringen der beiden Störche konnten wir feststellen, dass es sich bei den beiden Tieren um Ovo und Antje handelt«, berichtet Dr. Norbert Tenkhoff, Vorsitzender des Freundeskreises Grubestörche. Die mittlerweile 25 Mitglieder des Freundeskreises kümmern sich um die Ansiedlung der Weißstörche und montierten vor zwei Jahren eine Nisthilfe in schwindelerregender Höhe.

Vor drei Wochen kam Ovo zurück aus seinem Winterquartier und machte sich an die Arbeit: Material wurde eingesammelt, das künftige Liebesnest ordentlich gepolstert. Vor wenigen Tagen war es soweit, und Antje fand den Weg zurück auf den 22 Meter hohen Schornstein. Dass sich die beiden Jungstörche nach einer langen Reise in Ovenhausen wiedergefunden haben, ist sicherlich kein Zufall: Das muss echte Liebe sein. Augenzeugen berichten, dass die Störche bereits in Flitterwochen-Stimmung sind und alles, was dazu gehört, erfolgreich erledigt hätten. » Ovo und Antje sind knapp drei Wochen früher dran als im vergangenen Jahr. Das verspricht Erfolg und hoffentlich baldigen Nachwuchs «, so Tenkhoff.

Für die Zukunft hat der Freundeskreis große Pläne: Um die Küken beim Aufwachsen zu beobachten, planen sie das Anbringen einer Webcam. »Damit wir die Vögel jedoch nicht unnötig stören, setzen wir diese Idee eventuell erst 2019 um und beobachten sie bis dahin mit einer Drohne«, so Tenkhoff. Zusätzlich ist ein Hinweisschild am Wegekreuz oberhalb des Dorfes geplant, um Fußgängern und Radfahrern einen optimalen Blick auf das Nest zu ermöglichen. Am Donnerstagabend (29. März), 17.30 Uhr, möchte der Freundeskreis Grubestörche das junge Glück auf dem Gelände der Firma Maderas Holztechnik begrüßen . Interessierte sind eingeladen.

Quelle: Westfalen-Blatt vom 29.03.2018